Elvira Willmann

Geslacht: Vrouw
Vader:  
Moeder:  
Geboren: 5 Aug 1901 Bönstadt, Duitsland
Overleden: 2 Apr 1990 Öschelbronn, Duitsland
Aantekeningen: Ihre Mitarbeit beim Aufbau und in der Administration des Forschungsrings für biologisch-dynamische Landwirtschaft an der Seite von Hans Heinze trug wesentlich zur Entfaltung der biologisch-dynamischen Arbeit nach dem Zweiten Weltkrieg bei.
Elvira Willmann kam als Älteste von vier Geschwistern im Pfarrhaus eines hessischen Dörfchens zur Welt. Der Vater verstarb früh und so lebte die Familie in großer Armut. Elvira musste schon früh Mitverantwortung übernehmen. Ihre Tüchtigkeit und ihr praktischer Sinn kamen ihr dabei zustatten.
Sie verbrachte die Schul- und Lehrjahre in Friedberg bei Darmstadt. Durch den Bruder Kurt Theodor Willmann, der in Marburg Theologie studierte, lernte sie schon bald die Anthroposophie kennen und entschloss sich als Familienhelferin der Christengemeinschaft nach Stuttgart zu Pfarrer Martin Borchart zu gehen. 1925 zog es sie nach Dornach. Sie nahm Beziehung zu Maria Röschl und Guenther Wachsmuth auf. Während der Jugendtagung 1928 in Jena lernte sie Hans Heinze kennen, der durch ihre Vermittlung eine Stelle im Forschungslabor von Ehrenfried Pfeiffer am Goetheanum erhielt. 1931 konnten die beiden heiraten, nachdem Hans Heinze eine Anstellung in einem Verzinkungsbetrieb in Gelsenkirchen angetreten hatte, für dessen Sanierung er bald die alleinige Verantwortung übernehmen musste. Bereichert durch die dabei gewonnenen Erfahrungen, konnte er 1935 Hitler-Deutschland den Rücken kehren. Er wurde durch Vermittlung Pfeiffers Geschäftsführer der 1926 gegründeten biologisch-dynamischen Kulturgesellschaft Loverendale auf der Insel Walcheren.
Hier fanden Elvira und Hans Heinze ihr Lebensthema. Zunächst galt es, die eingetretene Stagnation zu überwinden. Zwei Höfe, eine Bäckerei und eine Molkerei waren zu organisieren und die Vertriebswege neu aufzubauen. Der Krieg machte dem ein Ende. Hans Heinze wurde eingezogen. Elvira Heinze führte zunächst die Bäckerei weiter. Nach Kriegsende arbeitete sie für kurze Zeit als Krankenschwester in Holland, floh dann nach Dresden und setzte sich in den Westen ab, nachdem ihr Mann frühzeitig aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden war.
Zunächst in Stuttgart, später ab 1962 in Darmstadt leistete das Ehepaar Heinze unter schwierigsten Bedingungen Aufbauarbeit für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, organisierte Kurse, baute den Forschungsring auf und gab die Zeitschrift „Lebendige Erde" heraus. Dabei übernahm Elvira Heinze einen großen Teil der täglichen organisatorischen und praktischen Arbeit, über die wenig zu berichten ist, die aber unablässig getan sein will. Von vielen wurde ihre Leistung erkannt und unter Freunden wurde sie „Mutter der biologisch-dynamischen Landwirtschaft" genannt.
Nach einer schweren Krebsoperation war 1985 der Umzug nach Öschelbronn notwendig. Elvira Heinze verstarb nach einem bis zuletzt erfüllten Leben im 89. Lebensjahr.
Hans Georg Krauch
Literatur: Wistinghausen, A. v.: Erinnerungen, Darmstadt 1982; Lehmann, B.: Elvira Heinze, geb. Willmann, in: MaD 1991, Nr. 175; König, U. J.: Biographie Hans Heinze, (unveröff. Manuskript); Klett, M.: Hans Heinze, in: N 1997, Nr. 36; Koepf, H., von Plato, B.: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise im 20. Jahrhundert, Dornach 2001.
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Gezin 1

Huwelijkspartner: Hans Günther Heinze geb. 14 Feb 1899 overl. 7 Okt 1997